Die Entstehungsgeschichte

Der erste dreifarbige Yorkshire Terrier Deutschlands wurde am 20.01.1984 in der Zucht "von Friedheck" geboren. Das Ehepaar Werner und Gertrud Biewer züchteten zu diesem Zeitpunkt bereits seit 20 Jahren erfolgreich blue & tan Yorkshire Terrier im KFT/FCI.
Die Eltern der dreifarbigen Hündin "Schneeflöckchen von Friedheck" waren der blue & tan Rüde Darling von Friedheck und die blue & tan Hündin Fru-Fru von Friedheck.
Angetan von der außergewöhnlichen Erscheinung der hübschen Hündin entschloss sich das Ehepaar, diese Farbe weiter zu züchten. Durch geschicktes Rückverpaaren entstanden bald Hunde mit stabilem Erbgut.
Herr Biewer nannte seine farbigen Yorkies "Deutsche Yorkshire Terrier", da es seines Wissens nirgendwo sonst Yorkshire Terrier mit weißem Bauch und weißen Beinen gab. Eine der Familie Biewer bekannte Tierärztin machte eines Tages den Vorschlag, diese Yorkies als "Biewer Yorkshire Terrier" zu bezeichnen.
Da der KFT/FCI die Biewer Yorkshire Terrier jedoch nicht anerkennen wollte trat Herr Biewer mit seinen Hunden in den ACH Deutschland e.V. ein. Dort wurde 1989 auch der bis heute gültige Standard erstellt.

Woher kommt der Zusatz "á la Pom Pon"?

Eines Tages kaufte der Gatte der Sängerin Margot Eskens einen Biewer Yorkshire Terrier für seine Frau. Dieser Hund wurde ihr wärend eines Taufessens in einem französischen Lokal unter einem riesen Tra-Ra vom Chefkoch auf einem silbernen Tablett überreicht. Man machte aus diesem Abend ein "Pom Pon Fest"; Pom Pon heißt auf französisch so viel wie Bommel, Knäuel, ein Begriff der dem Aussehen dieser niedlichen, buntfleckigen Hunde sehr nahe kommt. Margot Eskens wurde Patin für den Namenszusatz "á la Pom Pon".

Der Rassestandard

Da der Biewer Yorkshire Terrier lediglich eine dreifarbige Variante des Yorkshire Terriers ist, stellt der vom FCI festgelegte Standard des Yorkshire Terriers (Nr. 086 - Gruppe 3 / Sektion 4 / Zwerg Terrier ohne Arbeitsprüfung) die Grundlage für den Rassestandard des Biewer Yorkshire Terriers dar. Lediglich im Bezug auf die besondere Farbgebung des Biewers wurde der Rassestandard erweitert und ergänzt.
Dieser Standard wird von den meisten zuchtbuchführenden Vereinen anerkannt, jedoch nicht vom FCI.

Erscheinungsbild: langhaarig, das Haar hängt glatt und gleichmäßig beiderseits herab, ein Scheitel reicht von der Nase bis zur Rutenspitze. Sehr kompakt und adrett, aufrecht in der Haltung und ein Fludium von "Wichtigkeit" ausstrahlend.
Die Konturen sollen einen kernigen und gut proportionierten Körper erkennen lassen.

Charaktermerkmale: reger und intelligenter Zwergterrier. Lebhaft bei ausgeglichenen Wesensanlagen
Oberkopf: Schädel: ziemlich klein und flach, nicht zu auffallend oder gerundet.
Gesichtsschädel: Nasenschwamm: schwarz
Fang: nicht zu lang
Kiefer / Zähne: perfektes, regelmäßiges und vollständiges Scherengebiss (Zangengebiss ist ebenfalls erlaubt).
Augen: mittelgroß, dunkel, glänzend, mit wachsamem, intelligenten Ausdruck und so platziert, dass sie geradeaus blicken. Nicht hervorstehend. Augenlider dunkel.
Ohren: klein, V-förmig, aufrecht getragen, nicht zu weit auseinanderstehend.

Hals: von guter Länge
Körper: kompakt und nicht zu groß, Haltung aufrecht
Rücken: eben
Lenden: gut durch Muskeln gestützt
Rippen: mäßig gewölbt

Rute: früher üblicherweise kupiert (seit 1998 in Deutschland verboten). Die unkupierte Rute ist reich mit Haar bewachsen, und wird etwas oberhalb der Rückenlinie getragen. So gerade wie möglich, in ihrer Länge zur Harmonie der Gesamterscheinung beitragend.
Gliedmaßen: Vorderhand: Läufe gerade, reich mit Haar bedeckt. Die Schultern sind gut gelagert, die Vorderpfoten rund.
Hinterhand: von hinten betrachtet sind die Läufe ganz gerade, die Knie sind mäßig gewinkelt, reich mit Haar bedeckt. Pfoten rund.

Gangwerk: frei und mit viel Schub, geradeaus gerichtete Bewegung in Vor- und Hinterhand, bei ebener Rückenlinie.
Haarkleid: das Körperhaar von mittlerer Länge, völlig gerade (nicht wellig), glänzend, von feiner, seidiger Textur. Ohne Unterwolle und nicht wollig. Das herabhängende Haar am Kopf und Fang ist lang.
Größe: im Rassestandard nicht angegeben, üblicherweise aber bis ca. 23 cm
Gewicht: bis 3,2 kg. Zuchthunde sollten ein Gewicht von 2,2 kg nicht unterschreiten.
Rüden: müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.
Fehler: jede Abweichung der vorgenannten Punkte muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte, und dessen Einfluss auf die Gesundheit und das Wohlbefinden des Hundes zu betrachten ist. Disqualifiziert werden müssen Hunde, die aggressiv oder übermäßig ängstlich sind, sowie Hunde, die deutlich physische Abnormitäten oder Verhaltensstörungen aufweisen.


Folgende Erweiterungen gelten für den Biewer Yorkshire Terrier á la Pom Pon:

Haarkleid: der Biewer Yorkshire Terrier muss 3 Farben aufweisen. Er ist entweder blau-weiß-gold oder schwarz-weiß-gold. Der Kopf ist dreifarbig und möglichst symmetrisch gefärbt. Im Vorgesicht ist die weisse Farbe nicht notwendig. Das Deckhaar ist blau-weiß oder schwarz-weiß durchbrochen, geschlossen blau bzw. schwarz mit weißer Halskrause. Kein gold im Deckhaar. Die Beine sind weiß, ebenso das Brust- und Bauchhaar.
Pfoten: die Pfotenballen können weiß oder schwarz sein, ebenso die Krallen.